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Planetenweg

Die Sonne am Rathausplatz
Die Sonne am Rathausplatz

Am 22. Februar 2008 eröffnete der damalige erste Bürgermeister Erwin H. Zeiß den Igensdorfer Sonnen- und Planetenweg.

Der ca. 3,17 km lange Planetenweg beginnt mit der Sonne am Igensdorfer Rathaus. Er führt entlang der Schwabach in Richtung Stöckach. Zielpunkt ist die Rüsselbacher Bahnstation. An dieser prominenten Stelle fällt der Zwergplanet Pluto durch seine blaue Illuminierung nachts und während der Dämmerung besonders auf. Gespeist wird die blaue Beleuchtung durch ein Solarmodul. Die Technik für die Skulptur Pluto wurde von einer ortsansässigen Firma gesponsert. Die Sonne, mitten auf dem "Bürgermeister-Zeiß-Platz" wurde bereits 2006 enthüllt und ebenfalls komplett gesponsert.

Wer den Planetenweg "erwandert", bekommt eine bessere Vorstellung von den riesigen Dimensionen unseres Sonnensystems. Und auch, wie winzig und entsprechend empfindlich unser blauer Planet, die Erde ist. Die Abstände zwischen den Planeten sind im Maßstab 1:1,93 Milliarden dargestellt. Zwischen der Sonne am Rathaus bis zu Pluto benötigen Erwachsene etwa 2300 Schritte, wobei ein Schritt etwa einer Millionen Kilometer im Weltall entspricht. An den einzelnen Planeten-Stationen befinden sich Schilder, denen man weitere Details über den jeweiligen Planeten entnehmen kann. 

Unter der Regie des Erlanger Bildhauers Dieter Erhard beteiligten sich internationale Künstler an dem naturwissenschaftlich-künstlerischem Projekt. Darunter: Prof. Hanns Herpich (Nürnberg), Bernhard Rein (Erlangen), Manfred Hönik (Neustadt/Aisch), Claudia Spanhel (Nürnberg), Jean Luc Grivolat (St. Martin/Frankreich), Julio Monroy, Neto Argueta, Byron Arana (Guatemala) sowie, innerhalb eines Workshops mit Dieter Erhard, die vierte Klasse der Igensdorfer Grundschule.

Der Planetenweg entstand durch eine Initiative der Igensdorfer Firma Ikratos. Bereits 2005 wurden erste Vorgespräche zum Planetenweg mit Erwin Zeiß und Dieter Erhard geführt. 

Von der Idee zur Umsetzung:

Willi Harhammer, Chef der Firma Ikratos Solartechnik in Weißenohe, hatte die Idee, in Igensdorf einen Planetenweg zu gestalten. Gemeinsam mit dem Erlanger Künstler Dieter Erhard konnt er den damaligen Bürgermeiste Erwin Zeiß schnell von seinem Projet überzeugen. Dieter Erhrad bringt seit 20 Jahren Künstler aus dem Ausland mit dem Schwerpunkt Lateinamerika nach Deutschland. So berichtet Dieter Erhard über sein Projekt:

"Zu diesem Projekt habe ich gerne guatemaltekische Künstler engagiert. Denn Guatemala hat ja durch seine Mayakultur bereits eine lange astronomische Vergangenheit. Diese Gastkünstler haben dann mehrere Planeten gestaltet. Darüber hinaus, sozusagen als Ausgleich und Austausch der Kultur, sind deutsche Künstler nach Guatemala gereist, um wiederum dort einen Sonnen- und Planetenweg mit zu gestalten. Dieser ist deshalb als Schwesterweg zu bezeichnen. Damit ist der Igensdorfer Weg einzigartig unter den circa 130 in Deutschland befindlichen Sonnen- und Planetenwegen. In Guatemala selbst, nahe dem berühmten UNESCO geschützten Ort La Antigua und nur 45 KM von der Hauptsatdt Guatemalas entfernt liegend, befindet sich der Weg in dem Ort San Miguel Dueñas. Dort habe ich zwei wichtige Projekte gemensam mit dem Rotary Club Erlangen Schlos zwei wichtige Pprojekte ins Leben gerufen.Das erste Projekt "Centro Madre Teresa", das zunächst als Zentrum für unterernährte Kinder begann, ist heute ein kleines für den Patienten kostenfreies Gesundheitszentrum mit einem Allgemeinarzt, einem Zahnarzt, einer Ernährungsberaterin, einem Krankenpfleger und einer Muttermilchstation. Das 30 Meter davor gebaute "SIGGI Observatorium" ist ein Lern- und Studierturm für Sonnen- und Sternenkundler, Mikroskopie und Vulkanbeobachtung ( "Fuego", einer von drei umliegenden Vulkanen, ist aktiv).

Panoram Planetenwege
Panoram Planetenwege
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