Information an unsere Trinkwasserbezieher

Igensdorf, 03.05.2013

Trinkwasser ist unser wichtigstes Lebensmittel. Doch wo kommt es her? Wie ist seine Qualität? Kann man es bedenkenlos trinken?

Die Verbraucher in unseren 25 Ortsteilen und Weilern werden von zwei Wasserversorgern mit Trinkwasser bedient. Der Ortsteil Pommer erhält sein Trinkwasser vom Zweckverband zur Wasserversorgung der Leithenberg-Gruppe. Für alle anderen Ortsteile betreibt der Markt Igensdorf eine eigene Wasserversorgung.

Das Trinkwasser wird im Regelfall aus dem Grundwasser gefördert. Die Gewinnung erfolgt durch den Betrieb von Tiefbrunnen. Nur der Ortsteil Bodengrub wird direkt mit Quellwasser versorgt. Um die Tiefbrunnen und auch um die Quelle Bodengrub ist jeweils ein Wasserschutzgebiet eingerichtet.

Das aus den Tiefbrunnen geförderte Grundwasser, in diesem Zustand auch noch Rohwasser genannt, wird in die Wasseraufbereitungsanlage gepumpt und dort behandelt. Um die Hausinstallationsleitungen zu schonen wird dem gewonnenen Grundwasser Mangan entzogen und Sauerstoff zugeführt. Das aufbereitete Wasser wird anschließend an die Haushalte, als sogenanntes Reinwasser, über die verschiedenen Hochbehälter abgegeben.

Die Wasserversorger müssen die Zusammensetzung und Inhaltstoffe des geförderten Rohwassers und des aufbereiteten Reinwassers regelmäßig kontrollieren. Die Wasserproben werden an wechselnden Stellen entnommen und in einem qualifizierten Labor sowohl chemisch als auch mikrobiologisch nach den strengen Vorgaben der bundesweiten Trinkwasserverordnung (TrinkwV) untersucht. Die Anzahl der notwendigen Untersuchungen ist abhängig von der jährlich geförderten Wassermenge des Wasserversorgers.

Die Ergebnisse der umfangreichsten jährlichen Analyse, der sogenannten „Umfassenden Untersuchung“, werden im Mitteilungsblatt und auf der Homepage des Marktes Igensdorf, jeweils im August, veröffentlicht. Als wichtigste mikrobiologische Parameter sind Coliforme Keime und Enterokokken zu nennen. Bekannte chemische Parameter sind beispielsweise Nitrat, Atrazin, Quecksilber, Uran, Arsen, Blei. Außerdem werden z.B. der Calciumgehalt, Magnesium, Kalium, der ph-Wert und der Härtegrad des Wassers bestimmt. Der Härtegrad des Igensdorfer Wassers liegt regelmäßig etwa bei 12°deutscher Härte (dH), also im Härtebereich 2 (mittel), auf einer Skala von 1 (weich) bis 3 (hart).

Die Qualität des Trinkwassers aus der Leitung muss so sein, dass es ohne Einschränkungen jederzeit genossen werden kann. Zu diesem Zweck hat der Gesetzgeber für die Inhaltsstoffe genau definierte Grenzwerte in der TrinkwV festgelegt. Mineralwasser aus der Flasche unterliegt diesen Grenzwerten nicht. Es kann deutlich höhere oder auch niedrigere Anteile an Mineralien aufweisen.

Haben Sie noch Fragen? Wir sind gerne bereit, Ihnen weitere Auskünfte zu geben.
Kontakt: Fr. Gebhard, Tel. 09192/9252-76

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